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Hier stehen immer wieder neues und interessantes aus dem Bereich: Pferd und Reiter.

REITER IN BEZIEHUNGEN

Wer ein waschechter Reiter ist, nimmt auch – sei es nun absichtlich, oder nicht – nicht unbedingt Rücksicht auf seinen Partner. Sofern er einen hat, denn das geliebte Tier nimmt oftmals jede freie Minute in Anspruch und macht meistens jegliche Treffen oder Veranstaltungen außerhalb des Stalles unmöglich. Reiter und Beziehungen sind also ein ganz komplexes Thema, deswegen hier ein kleiner Guide für die, die es mit uns Reitern aushalten (wollen).

1. Ein Reiter kommt nicht allein, er kommt mit tausend Teilen. Die Teile sind in diesem Falle Haare des Pferdes und sind überall. Im Auto, an allen Klamotten (wirklich allen), in den Haaren, im Gesicht – ein Reiter ist quasi der lebende Beweis dafür, dass es den Yeti gibt.

2. Das Auto eines Reiters ist grundsätzlich eine Mischung aus Steinen, Sand, Stroh, Heu, Mist, Karotten, Äpfeln und – wer hätte das gedacht – Pferdehaaren.

3. Wenn man Allergiker ist, sollte man definitiv einen großen Bogen um Reiter machen.

4. Dates und Termine sind unheimlich schwer zu planen, denn Reiter haben meistens keine richtig gehende Uhr und wenn doch, dann ignorieren sie diese gekonnt. Das Pferd kann nicht warten – der Partner schon irgendwie. Der versteht das zumindest. Meint man. Hofft man. Ist einem eigentlich auch irgendwie irgendwo egal.

5. Reithosen gehören zum täglichen Outfit und werden auch gerne mal zum Einkaufen angelassen. Andere gehen in ihrer Sporthose einkaufen, wenn sie vom Yoga kommen, Reiter eben in ihren Reitsachen. Völlig egal, ob man Schuhe mit Profil anhat und dann den ganzen Laden dreckig macht. Das war schon so.

6. “Kannst du bitte deine Reitsachen ausziehen, du riechst nach Pferd” ist eine unschlüssige Bitte, denn “du riechst nach Pferd” ist für einen Reiter wirklich nichts Schlimmes. Sollte der Partner sich ernsthaft auf eine Diskussion über das Thema “Pferde stinken” einlassen wollen, kann er eigentlich damit rechnen, rausgeworfen zu werden. Und zwar im hohen Bogen.

7. Die armen Partner der Turnierreiter kennen und fürchten sie: die Turniersaison! Der Reiter steht gerne mal zwischen zwei und drei Uhr auf. Nachts. Am Wochenende. Denn es gibt wirklich nichts wichtigeres, als die um 07.00 stattfindende E Dressur in irgendeinem Kaff wo man drei Stunden hinfahren muss.

8. Im Haushalt eines Reiters werden oftmals Reitsachen in der gleichen Waschmaschine gewaschen, wie die normale Alltagskleidung. Aber Alltagskleidung und Reitkleidung sind ja eh das Gleiche.

9. Im Haushalt eines Reiters sind Äpfel und Karotten immer schnell weg – egal, wer sie wofür gekauft hat, in dem Moment, wo sie über die Schwelle der Tür getragen werden, sind sie Eigentum des Vierbeiners, der nichtsahnend im Stall steht.

10. Ein Nicht-Reiter sollte unbedingt die Finger von der These “Reiter sitzen doch nur drauf/Reiten ist kein Sport” lassen – es könnte böse enden und Reiter haben eine sehr ausgeprägte Muskulatur im Arm- und Beinbereich, es könnte in einem Wrestling-Kampf enden, der definitiv zu Gunsten des Reiters ausgehen wird.

11. Mutig sollte man sein, wenn man mit in den Stall kommt, auch wenn man nichts mit Pferden zu tun hat, denn das spontane “Halt mal fest, ich muss noch was holen” kommt schneller, als so manchem lieb ist und dann hat man den Salat, ein großes, interessiertes und aufdringliches 600 Kilo Tier steht da und glubscht einen an.

12. Reiten bedeutet Emotionen. Sprich eine völlig misslungene Reitstunde oder ein krankes Pferd kommen einem Erdbeben, der Apokalypse, der Explosion sämtlicher Kernkraftwerke und der Tatsache, dass Donuts leider nicht schlank machen gleich – alles parallel, versteht sich.

13. Schabracken braucht man mehr als eine. Auch mehr als zwei. Auch mehr als drei. Damit ist das Thema beendet.

14. Wer mit einem Reiter zusammen ist, sollte sich besser so gut es geht bei dem dazugehörigen Pferd einschleimen. Die Meinung des Pferdes zählt nämlich für zwei – und es war schon vorher da und hat auch schon den ein oder anderen überlebt.

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