Miss Sophie

16.Juni 2019

Nach einer fast 3-jährigen Pause, meldete sich mein Sehnsucht nach einem Pferd und lernte Miss Sophie, eine Tinkerlady, kennen. Ich suchte einen guten Stall und fand mich bei der “Pferdepension Traupe” wieder. Sie führen einen Bewegungsstall. In meiner fast 20-jährigen Erfahrung mit eigenen Pferden und auch Ställen bis hin zum Selbstversorger, habe ich doch recht viel erlebt. Und Bewegungsstall hieß bei manchen, den Wasserwagen gegenüber des Unterstandes auf die andere Seite der Koppel zu stellen.

Diesmal wurde ich sehr positiv überrascht. Der erste Eindruck des Hofes war, er ist klar strukturiert mit sehr viel Verstand.

Der Offenstall hat zwei große Unterstände, an deren Rückseiten liegen die Heufutterraufen, die auch so überdacht sind, dass ein ganzes Pferd darunter passt.Der Unterstand selbst und die Raufe können auch von rangniederen Pferden gut genutzt werden, da sie ausreichend Platz haben auszuweichen und trotzdem ans Futter gelangen.

Der Untergrund ist, ich nenne es „steppenhart“, das ist für mich der natürliche Untergrund auf dem sich die Hufe pferdegerecht abarbeiten können. Auf der Koppel, die direkt angrenzt, ist der Untergrund weicher, so dass die Pferde dadurch unterschiedliche Untergründe zur Verfügung haben. Auch einen gut befestigten Graben, der von der einen Seite einen seichten Einstieg und von der anderen Seite einen steileren Einstieg hat, ist vorhanden. Ich finde es spannend, dass sich die Pferde ihn sich erst einmal vorsichtig erschließen können und wenn sie mutiger werden eben auch von der anderen Seite betreten können. Das fördert sie ungemein, da sie durch Selbsterfahrung ihre Fähigkeiten testen und erweitern können.

Kommt ein neues Pferd hinzu, kann es über die Integrationsbox in die neue Herde eingeführt werden. Sie ist groß genug, damit das Pferd ausweichen kann, aber auch so angelegt, dass es Kontakt aufnehmen kann.

Außerdem gibt es noch mehrere Boxen, die unterschiedlich genutzt werden können, z. B. als Krankenbox oder nach der Arbeit als Futterbox.

Etwas vom Haupthof entfernt befindet sich noch eine weitere Koppel für die 24hWeidegänger im Sommer, wo Sophie steht. Sie liegt an einem Hang. Es gibt waagerechte Flächen und als Unterstand große Bäume. Das ist für meinen Tinker ideal!

Es werden Körperkoordination und Muskelaufbau gefördert, weil sie bergauf und bergab laufen müssen. Sie ist groß genug, dass sie auch mal einen stürmischen Galopp wagen können. Und das schöne ist, auf der Koppel wachsen viele unterschiedliche Kräuter und Gräser, nicht das typische „Kuhmilchgras“, und damit ist auch für eine gute Ernährung gesorgt.

Selbst wenn ich mal einen Tag nicht kommen kann, muss ich mich um nichts sorgen, denn es wird täglich der Zustand der Pferde, der Zäune und der Koppel kontrolliert.

Ich hatte erst ein wenig bedenken, da ich nicht wusste, welchen Rang Sophie bekleidet, oder wie sie generell auf eine große Herde und “24h draußen sein” reagiert, da sie zuletzt mit nur 3 anderen Tinkern zusammen lebte und nachts eben auch in der Box stand.

Als Fazit kann ich nur schreiben: Besser geht es nicht! Mein Pony fühlt sich sehr wohl und ich mich auch. Sie schaut zufrieden und gesund aus. Für sie ist es die artgerechteste Haltung, die möglich ist.

Kerstin und Miss Sophie

Handy Frühjahr 2019 003